Wie geht es Führungskräften in der Pandemie?

Die Pandemie stellt alle Menschen vor Herausforderungen. In unserer Arbeit als Unternehmensberater*innen erleben wir das tagtäglich. Eine Gruppe, die – unabhängig von der Branche – besonders hervorsticht, sind Führungskräfte. Was macht ihre Situation so belastend?

 

In Veränderung kommunizieren

Führungskräfte sind gefordert schnell auf Veränderungen in der Pandemie zu reagieren:

  • Welche neuen Regeln gelten?
  • Welche betreffen den Betrieb?
  • Wie kommuniziert man diese an die Mitarbeitenden?
  • Wie organisiert man den Betriebsalltag und was hat das für Auswirkungen auf die Auftragserfüllung?

 

Gerade in der Kommunikation zeigen sich vielfältige Herausforderungen: auf der einen Seite eine klare und einheitliche Kommunikation der neuesten Regeln und Veränderungen, um Unsicherheiten und Ängste zu minimieren. Auf der anderen Seite ein möglichst individuelles Eingehen auf Einzelsituationen der Mitarbeitenden, um diese in schwierigen Zeiten bestmöglich zu unterstützen und zu motivieren.

Dabei zeigt sich in einer Studie des IFZ, dass sich Führungskräfte nun stärker mit privaten Aspekten auseinandersetzen müssen. Kontaktnachverfolgung bei möglichen Ansteckungen, wechselnde Betreuungssituationen von Kindern, Homeoffice und gesundheitliche Beeinträchtigungen machen dies notwendig.

 

Homeoffice & Führen über Distanz

Der in manchen Betrieben sehr abrupte Wechsel auf Homeoffice und die damit verbundene Umstellung auf virtuelle Führung ist ebenfalls herausfordernd:

  • Wie führt man Mitarbeitende über Distanz?
  • Welche Kommunikationsmittel eignen sich für welche Themen?
  • Wie schafft man Mitarbeitende zu motivieren und den Kontakt im Team aufrechtzuerhalten?

 

Die schnelle Antwort: Führung muss sich anpassen. Das ist natürlich leichter gesagt als getan. Ein erster Schritt ist die Auseinandersetzung mit den veränderten Rahmenbedingungen. Und das beginnt damit Fragen zu stellen – sich selbst und anderen.

Aus unserer Erfahrung ist es zentral den Kontakt zu den Mitarbeitenden aufrecht zu erhalten und untereinander zu stärken. Wenn der gemeinsame Kaffee, das „Zurufen“ von Informationen im Büro oder die Abstimmungen zwischen Tür und Angel wegfallen, hat das starke Auswirkungen auf den Informationsfluss. Den Informationsaustausch zu ermöglichen, gelingt leichter, wenn die Führung selbst über digitale Kompetenzen verfügt.

 

Die Umstellung auf Homeoffice zieht eine weitere Veränderung nach sich: Die Notwendigkeit einer ergebnisorientierten Führung. Wenn die Arbeit von Mitarbeitenden nicht mehr im Büro stattfindet, ist ein Mikromanagement einzelner Arbeitsschritte kaum möglich. Für eine ergebnisorientierte Führung braucht es sowohl klare Zielvereinbarungen, regelmäßiges Leistungs-Monitoring mit Feedback-Schleifen, aber auch: Vertrauen der Führungskräfte in die Mitarbeitenden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Führung in der Pandemie besonderen Belastungen unterliegt. fit2work unterstützt Führungskräfte individuell und zielgerichtet dabei, Rahmenbedingungen zu schaffen, um Belastungen zu reduzieren und die Belegschaft – auch unter den momentanen Bedingungen – arbeitsfähig zu halten. Kontaktieren Sie uns gerne unter:

https://www.bab.at/foerderungen/fit2work/

 

Quellen:

Thaler, Anita und Julian Anslinger, 2021: Unternehmen in der Corona-Virus-Pandemie Ein Stimmungsbild von weiblichen Führungskräften in der Steiermark. Forschungsbericht des IFZ-Interdisziplinäres Forschungszentrum für Technik, Arbeit und Kultur im Auftrag der FELIN_female leaders initiative:

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Veröffentlichung
14. Dezember 2021
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