QSI2005

QSI – Quality Supported Skills for Integration

Integrationsfachkräfte, die behinderte Menschen und deren Angehörige beraten, unterstützen und begleiten, brauchen eine Ausbildung. Bisher wurden die Bedürfnisse von behinderten Menschen und Auszubildenden zu wenig berücksichtigt und es gab keine einheitlichen oder verbindlichen Qualitätskriterien.

 

Gemeinsam arbeiteten Expert*innen und Praktiker*innen in QSI an der Entwicklung und Erprobung von Curricula und Qualitätsstandards um den Beschäftigten in der Integration behinderter Menschen eine verbesserte Ausbildung zu ermöglichen. Dahinter stand unsere Vision, dass behinderte und nicht behinderte Menschen in allen Lebensbereichen gleichberechtigt sind. Auch auf internationaler Ebene fanden ein reger Austausch sowie eine gute Zusammenarbeit mit den unterschiedlichsten Expert*innen statt.

 

 

 

Projektziel

 

Entwicklung und Erprobung von Curricula und Qualitätsstandards für die Ausbildung von Integrationsfachkräften in den Bereichen Elternbildung, Familienberatung, Schulbegleitung sowie individuelle Hilfe und Familienentlastung.

 

 

 

Projektumsetzung

 

Sechs Module setzten die Inhalte um, Gender Mainstreaming und Betroffenen-Mainstreaming floss in die Arbeit aller Module ein:

 

  • Modul 1: Ist-Analyse und wissenschaftliche Begleitforschung
    Aufarbeitung bestehender Ausbildungsgänge, Bewertung des Ist-Zustandes, Herausarbeitung von Widersprüchen sowie Entwicklung problemorientierter Lösungsvorschläge.

 

  • Modul 2: Curriculum-Entwicklung
    Entwicklung eines modular aufgebauten, professions- und trägerübergreifenden Curriculums, das für spezielle Anforderungen und Bedürfnisse in unterschiedlichen Maßnahmen unterschiedlicher Träger adaptiert werden kann.

 

  • Modul 3: Umsetzung in den Pilotlehrgängen
    Entwicklung, Konzeption, Durchführung und teilweise Selbstevaluierung von vier Pilotlehrgängen.

 

  • Modul 4: Aktivierung und Vernetzung
    Vernetzung unterschiedlicher Akteur*innen im Integrationsbereich, Sensibilisierung hinsichtlich Veränderungen der bisherigen Qualifikationsstrategien von Integrationsfachkräften sowie Unterstützung in der Herausarbeitung gemeinsamer Interessen.

 

  • Modul 5: Qualitätssicherung und Zertifizierung
    Entwicklung von einheitlichen Qualitätskriterien für integrative Ausbildungen in Form einer Qualitätssicherungsmatrix sowie Qualitätssicherung der Pilotlehrgänge.

 

  • Modul 6: Prozessbegleitende Evaluierung
    Projektbegleitung und kontinuierliche Evaluierung des Prozesses, Ist-Standes sowie laufende Rückmeldungen an die Entwicklungspartnerschaft bzw. an relevante Akteur*innen.

 

 

 

Leistungen der bab Unternehmensberatung GmbH

 

  • Die Konzeption, Umsetzung und Verankerung von GM Strategien durch Gender Mainstreaming Beauftragte
  • Die Begleitung und Unterstützung aller Module im Rahmen der prozessbegleitenden Evaluierung (Modul 6)

 

 

Ergebnisse & Erfolge

 

Gender Mainstreaming wurde als durchgehender Handlungsansatz umgesetzt. Ein zentrales Ergebnis war das Zusammenführen der beiden Ansätze des betroffenen Mainstreaming und des Gender Mainstreaming sowie deren praktische Umsetzung im Projekt, nämlich behinderte Frauen und Männer in allen Phasen der Erarbeitung der Projektziele gleichgestellt einzubinden.

 

Als Ergebnis sind folgende Produkte entstanden, die in der Ausbildung von Integrationsfachkräften genützt werden können und sollen:

  • Curricula
  • Handbücher
  • Analyseinstrumente (u.a. Fragebögen)
  • Leitfaden zur Evaluierung von Gender Mainstreaming

 

 

 

Auftraggeber

QSI war eine Entwicklungspartnerschaft, die im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative EQUAL aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit und des Europäischen Sozialfonds gefördert wurde.

 

Laufzeit

2002 – 2005

 

 

 

Infobox
Kontakt
Mag.ᵃ Verena Purer, MSc

Mag.a Verena Purer, MSc

Beraterin

+43 660 43 83 192

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