Das Unternehmen mit Sitz in Niederösterreich handelt mit Maschinen und beschäftigt rund 180 Mitarbeiter*innen. Der Frauenanteil in der Belegschaft beträgt unter 20 Prozent, nur 10 Prozent der Führungspositionen sind von Frauen besetzt. Das Handelsunternehmen bereitet sich nun auf die Umsetzung der EU-Richtlinie zur Lohntransparenz vor. Eine grundlegende Awareness für Gleichstellung ist im Unternehmen bereits etabliert, jedoch nicht durchgängig in allen HR-Prozessen verankert.
Ziel der Beratung war es, auf Basis bereits vorhandener Jobfamilien ein faires und transparentes Gehaltssystem systematisch weiterzuentwickeln.
Erkenntnisse und Learnings aus dem Beratungsprozess
Die bestehenden Berufsbilder waren noch nicht ausgereift und Gehaltsunterschiede wurden sichtbar. Führungskräfte kennen die klaren Kriterien für die Einstufung in Joblevels und Gehaltsbänder. Das Gehaltssystem ist für alle transparent und nachvollziehbar. Der Betrieb ist in der Lage, zukünftig selbst Gehaltsanalysen durchzuführen.
„Wir haben erkannt, dass wir mit unseren Jobfamilien nur den ersten Schritt zur Erfüllung der EU-Richtlinie zur Lohntransparenz geschafft haben. Der Aufwand hat sich gelohnt, ein transparentes Gehaltssystem aufzubauen, das auch der EU-Richtlinie entspricht. Mit unserem transparenten Gehaltssystem haben wir nun auch unser HR-Reporting professionalisiert und ein starkes Werkzeug für unsere Führungskräfte geschaffen. Diskussionen über Gehälter sind nun faktenbasiert und nachvollziehbar. Das schafft Akzeptanz und Zufriedenheit bei den Mitarbeiter*innen.“
Führungskräfte vom Beginn des Prozesses mit ins Boot holen stärkt die Akzeptanz und erleichtert die Umsetzung. Hilfreich ist, wenn ausreichend HR-Ressourcen im Betrieb vorhanden sind, um die Prozesse intern verankern zu können. Es ist wichtig, ein einheitliches Verständnis vom Gehaltssystem durch ein klares Kommunikationskonzept zu schaffen, damit alle Beteiligten das neue Gehaltssystem gleich verstehen und anwenden können.