Chancengleichheit1999

Chancengleichheit in Unternehmen

Für die Benachteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt gibt es viele Indikatoren. Unter anderem, dass sie weniger Aufstiegschancen und ein geringeres Einkommen als ihre männlichen Kollegen haben. Viele Unternehmen betrachten Frauen in erster Linie als „Risikogruppe“. Zudem werden die Karrierechancen von Frauen durch „familienbedingte“ Unterbrechungen der Berufstätigkeit sowie durch schwierige Bedingungen für den Wiedereinstieg und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie drastisch eingeschränkt.

 

Mit dem Programm Chancengleichheit startete das AMS Steiermark daher eine Initiative, die zwei grundlegende strategische Ziele verfolgte: 

  • Gezielte Entwicklung und Umsetzung frauenspezifischer Maßnahmen in den Bereichen Aus- und Weiterbildung, neue Einsatzbereiche für Frauen, Karriere und Aufstieg, neue Arbeitszeitmodelle und Kinderbetreuung
  • Bewusstseinsbildung in Unternehmen und Entwicklung von Unternehmenskonzepten, die den unterschiedlichen Bedingungen für Männer und Frauen Rechnung tragen.

 

 

 

Projektumsetzung

 

Um die gesellschaftlich bedingten Unterschiede zwischen Frauen und Männern im Berufsleben auszugleichen, galt es, Verständnis füreinander zu schaffen. Nur so kann Mann / Frau seine / ihre volle Arbeitsleistung bringen. Dadurch erweiterten Unternehmen ihr Potenzial an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und erhöhten ihre unternehmerische Kompetenz und ihre Wettbewerbsfähigkeit.

 

Das bedeutete

  • Entwicklung und Implementierung von Unternehmenskonzepten, die auf die unterschiedlichen Anforderungen von Frauen und Männern abgestimmt sind
  • Erhöhung der Aus- und Weiterbildung, speziell für Frauen
  • Vergrößerung des Einsatzbereiches von Frauen
  • Förderung der beruflichen Aufstiegsmöglichkeiten
  • Entwicklung neuer Arbeitszeitmodelle für Frauen und Männer auf allen Unternehmensebenen
  • Berücksichtigung und Verbesserung von Kinderbetreuungsmöglichkeiten

 

 

 

Leistungen der bab Unternehmensberatung GmbH

 

  • Informationsarbeit und Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung: Aufbau einer Frauenplattform mit Vertreterinnen und Vertretern des AMS, der SozialpartnerInnen, des BMWA, des BMGS (1997)
  • Enquete mit 200 Teilnehmern und Teilnehmerinnen zum Thema „Förderung der Chancengleichheit (1998)
    Round-Table-Gespräche in allen steirischen Regionen
  • Förderung der Aus- und Weiterbildung von Frauen

 

 

 

Ergebnisse & Erfolge

 

Ein konkreter Erfolg dieser Aktivitäten war die Erhöhung des Frauenanteils bei Qualifizierungsmaßnahmen im Rahmen von Förderprogrammen von 31 Prozent im Jahr 1996 auf 48 Prozent im Jahr 1999.

 

 

 

Auftraggeber

Dieses Projekt wurde im Rahmen des ESF für das Zielgebiet 4 im Auftrag des AMS Steiermark umgesetzt.

 

Laufzeit

1996 – 1999

 

 

 

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Anita Rainer

Anita Rainer

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