Ein mittelgroßes Unternehmen in der Reinigungsbranche besetzte Führungspositionen bislang hauptsächlich extern. Doch in den letzten Jahren wurde es zunehmend schwierig, qualifiziertes Personal zu finden – insbesondere für die Position der Objektleitung. Daher richtet das Unternehmen seinen Fokus nun verstärkt auf das eigene Personal und somit auf internes Potenzial. Ein strukturiertes internes Talentmanagement sollte nicht nur dem Fachkräftemangel entgegenwirken, sondern auch zur sozialen Nachhaltigkeit im Sinne der ESG-Kriterien beitragen. Durch faire Arbeitsbedingungen, Chancengleichheit und langfristige Entwicklungsperspektiven sollten Mitarbeitende gezielt gefördert und die Fluktuation gesenkt werden. Besonders die Karrierechancen der Zielgruppe „Frauen mit Migrationshintergrund“ sollte verbessert und die vielfältige, inklusive Unternehmenskultur gestärkt werden.
Die quantitative Analyse der Belegschaftsstruktur lieferte einige aufschlussreiche Ergebnisse: Der Anteil von Frauen in Führungspositionen war deutlich geringer als der in der Gesamtbelegschaft; viele vorhandene Kompetenzen blieben aufgrund nicht nostrifizierter Abschlüsse unberücksichtigt. Kompetenzanforderungen und Unterstützungsbedarf aus Sicht der Objektleitungen wurden dann im Rahmen der qualitativen Analyse erhoben. Weiters wurden Best Practices für erfolgreiche Neubesetzungen untersucht und gesammelt.
In mehreren Workshops mit HR-Team und ausgewählten Führungskräften wurde daraufhin ein maßgeschneidertes Talentmanagement-Konzept entwickelt. Im Rahmen eines Pilotprojekts in einer Abteilung wurden auch schon erste Schritte umgesetzt. So wurden im ausgewählten Bereich Führungskräfte und Mitarbeitende über die Eckpunkte des Entwicklungsprogramms informiert. Eine Talente-Konferenz, in der die finalen Teilnehmenden ausgewählt wurden, wurde erfolgreich abgehalten. Im Anschluss an den Nominierungsprozess wurde auch Feedback zum Ablauf der Auswahl eingeholt, um noch Anpassungen vornehmen zu können.
Dank unseres maßgeschneiderten Talentmanagements fördern wir gezielt internes Personal und nutzen vorhandenes Potenzial für Schlüsselpositionen. Gleichzeitig gelingt es uns, die Fluktuation zu senken und unsere inklusive Kultur zu fördern.
Die Beratung war erfolgreich, da sie auf die spezifische Situation des Unternehmens einging und ein maßgeschneidertes Talentmanagement entwickelte. Zentrale Maßnahmen waren die Definition von Entwicklungswegen und Kompetenzanforderungen sowie ergänzende Empowerment-Programme. Durch transparente Entwicklungsmöglichkeiten und ein strukturiertes Vorgehen wird internes Potenzial nun gezielt genutzt. Die Pilotierung in einer Abteilung diente zur Evaluierung des Auswahlprozesses und dem Sichtbarmachen von ersten Erfolgen.